Die F-Klasse soll bleiben!

Zum nächsten Schuljahr wird die F-Klasse aufgelöst. 5 Schüler der Klasse 9 werden entlassen und 5 andere Schüler müssen sich eine neue Schule suchen.

 

Deshalb sind die Schüler ganz traurig.

 

„Wir sind ein gutes Team und helfen uns gegenseitig“, sagen die Schüler.

 

„Man darf hier viel mehr machen als in der GS und man kennt alle“, meint Cecelyne, „und außerdem sind wir die geilste Klasse der Schule!“

 

„Man kann hier viel besser lernen, weil nicht so viele in der Klasse sind,“ finden die Schüler.

 

„Die Lehrer können uns viel besser helfen und hier sind Sonderpädagogen, die uns Schüler unterrichten!

 

Wir helfen auch dem Hausmeister und bei Veranstaltungen auch.

 

Wir haben mehr Zeit und außerdem wollen wir, dass die Klasse bleibt!“, darin sind sich alle Schüler einig.

 

Warum wird die Klasse F geschlossen?

 

Dazu haben wir Herrn Müller-Veerse gefragt.

 

 

1. Wieso wird die F-Klasse geschlossen und wer schließt die Klasse?

 

Es ist so, zur Zeit seid ihr 10 Schüler in der Klasse und zum Ende des Schuljahres machen 5 Schüler ihren Abschluss und 5 Kinder bleiben noch in der Klasse.

 

Wir vom Förderzentrum müssen gucken, wie wir die Kinder, die Förderbedarf im Bereich Lernen haben, hier im südlichen Nordfriesland am besten unterstützen und für 5 Kinder können wir nur schwer eine Klasse aufrecht erhalten. D.h. die 25 Stunden, die wir für die F-Klasse bräuchten, sind besser an den umliegenden Gemeinschaftsschulen und Grundschulen aufgehoben, um da die Kinder und euch, die ihr dann dort weiter zur Schule geht, zu unterstützen.

 

 

 

Wer schließt die Klasse genau?

 

Letztendlich schließen wir als Förderzentrum die Klasse, weil wir unseren Schwerpunkt auf die Inklusion noch mehr legen,als auf die Klasse, die wir hier noch vor Ort haben. In letzter Konsequenz bin ich der Böse als Schulleiter, der den Entschluss trifft zu sagen: Wir schließen die Förderklasse.

 

 

 

Cecelyne: Böser, böser Herr Müller-Veerse.

 

 

 

Ja also, das kann ich auch gut verstehen, dass das Unmut hervorruft. Das mache ich auch nicht gerne, ich weiß auch, dass ich damit einigen Kindern vielleicht nicht so richtig gerecht werde. Das ist für euch, die  ihr weiterhin noch gerne in die Förderklasse zur Schule gehen würdet, auch ein Stück weit schade. Nichts desto weniger, denke ich auch, dass die allermeisten von euch gut an einer Gemeinschaftsschule aufgehoben sind mit entsprechender Unterstützung und ihr euch da auch nach einer Eingewöhnungszeit sehr wohl fühlen könnt.

 

Es ist so, dass wir als Förderzentrum von Seiten des Ministeriums aufgefordert sind, unseren Schwerpunkt in Inklusion zu legen und uns zu einer „Schule ohne Schüler“ zu entwickeln. Das heißt die Schüler mit Förderbedarf werden zusammen mit den anderen Schülern an den Gemeinschaftsschulen unterrichtet und dabei durch unser Förderzentrum unterstützt. Wir haben keine eigenen Klassen mehr.

 

 

 

2. Was passiert mit den Schülern, die keinen Schulabschluss haben?

 

Da ist ja vor allem Frau Lang dabei, mit euch und euren Eltern nach den jeweils besten Lösungen zu gucken.

 

Ihr macht Probeunterrichte, der Kollege aus der Flex-Klasse aus Husum war schon da, eure Eltern werden beraten und ihr habt die Möglichkeit euch mehrere andere Schulen anzugucken, um zu sehen, wo es für euch am besten passt.

 

 

 

3. Was passiert mit Frau Lang?

 

Frau Lang bleibt weiterhin ganz normal Lehrerin unseres Förderzentrums und wird die Stunden, die sie bisher in der F-Klasse bei euch unterrichtet hat, jetzt an anderen Schulen oder auch hier an der Schule im GS-Teil als Inklusionslehrerin unterrichten.

 

 

 

4. Was passiert mit dem Klassenraum der Klasse F?

 

Der Raum der Förderklasse  wird dann als Förderraum, als Differenzierungsraum oder eventuell auch als Materiallager für den Hausmeister genutzt. Da wird uns sicherlich eine gute Lösung einfallen.

 

 

 

5. Gibt es eine Chance, dass die F-Klasse bleiben kann?

 

Auch wenn es mir sehr leid tut, euch jetzt diese Antwort zu geben, aber diese Entscheidung haben wir so getroffen und auch mit allen Gremien so besprochen und wir werden diesen Schritt auch so konsequent weiter gehen. Einfach weil wir als Förderzentrum sagen müssen, wir müssen uns für eins  entscheiden: das heißt wollen wir inklusiv die Kinder an den Regelschulen fördern oder wollen wir weiterhin eigene Klassen haben. Und wir wollen - auch im Hinblick auf die politischen Vorgaben, die wir haben - die Kinder in der Inklusion möglichst gut fördern und so haben wir diese Entscheidung getroffen.

 

 

 

Wir bedanken uns bei Herrn Müller-Veerse für das ausführliche Interview.

 

 

 

Wir wünschen uns trotzdem sehr, dass die F-Klasse an der Schule am Ostertor bleiben kann.

 

--------------------------------------------------------------------

 

Autoren:

 

Philippe, Cecelyne, Lea, Daniel und Jakob aus der Klasse F